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Die Grünen im Kreis Calw

Bericht über den Besuch von Thekla Walker (MdL) im Egenhausener Kapf

 

Klimawandel bedroht Lebensgrundlagen - Umweltministerin Thekla Walker MdL und Bundestagskandidatin Sara Haug unterwegs im Naturschutzgebiet Egenhäuser Kapf

 

Auf ihrer Reise durch die Gemeinden des Wahlkreises Calw-Freudenstadt hatte die Grüne Bundestagskandidatin Sara Haug in Egenhausen prominente und kompetente Unterstützung durch Thekla Walker, Landtagsabgeordnete aus Böblingen und Landes-Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg. Begleitet von knapp 40 interessierten Teilnehmenden wanderten Walker und Haug durch das Naturschutzgebiet „Egenhäuser Kapf“ mit seiner vielfältigen und abwechslungsreichen Vegetation und herrlicher Fernsicht. Naturschutzwart Karl-Heinz Gänßle führte die Gruppe entlang einer AugenBlick-Runde durch das beliebte Ausflugsziel.

 

Beindruckt von der Kulturlandschaft am Egenhäuser Kapf mit Silberdistel, Thymian, Enzian, Zypressen und Ausblicken von der Schwäbischen Alb bis zur Hornisgrinde und den Vogesen stellte Walker gleich zu Beginn die politische und gesellschaftliche Bedeutung von Klima- und Naturschutz klar: „Die nächste Wahl ist immens wichtig. Es geht um unsere Lebensgrundlagen.“ Der Klimawandel führt zu einem fortschreitenden Verlust von Artenvielfalt und Biodiversität, die Fruchtbarkeit der Böden und die Wasserverfügbarkeit und -qualität verschlechtern sich, Wetterextreme wie Hitze, Dürre und Starkregen nehmen weiter zu. Die Auswirkungen sind bereits spürbar und werden in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu gravierenden Veränderungen führen.

 

Die zentrale politische Fragestellung des Nachmittags war, ob und wie „die Klimaschutzpolitik des Landes Baden-Württemberg Vorbild sein kann für den Bund“, so Sara Haug. Die Folgen des Klimawandels aufhalten, kann man schon heute nicht mehr, da sind sich Experten einig. Umso eindringlicher mahnte  Thekla Walker auf dem Kapf, die Weichen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, die Reduzierung des CO-Ausstoßes, besseren Arten-, Boden- und Gewässerschutz zu stellen. Die notwenigen Veränderungen können nur gestemmt werden, wenn auf allen Entscheidungsebenen – in den Kommunen, den Ländern, im Bund, in der EU und global – gehandelt werde.

 

Mit Blick auf die Windkraftanlagen in Simmersfeld, die vom Aussichtspunkt    auf dem Egenhäuser Kapf am Horizont zu sehen waren, sagte Walker: „Der Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren rapide abgenommen.“ Langwierige Genehmigungsverfahren stehen hier einem grundlegenden Strukturwandel entgegen. Und es sei nicht immer der Artenschutz, der den Bau einer Windkraft- oder Fotovoltaikanlage verzögere oder verhindere. „Es gibt genügend Flächen, wo keine Gefahr für Arten besteht“, so Walker. „Die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf Vögel und andere Arten werden viel schwerwiegender sein, als die durch Windkraft“, betonte Kandidatin Sara Haug, die Genehmigungs- und Strukturverfahren auf Klimatauglichkeit prüfen möchte. Die Förderung von Maßnahmen der öffentlichen Hand sollte an ihre Nachhaltigkeit gekoppelt werden. Besucherin Thekla Walker und die örtliche Bundestagskandidatin Sara Haug sind sich einig: Die Weichen für die Zukunft werden jetzt gestellt. „Wir schalten Ende nächsten Jahres das letzte Atomkraftwerk ab“, so Walker. Jeder Euro, der heute in Klima- und Naturschutz und nicht in klimaschädliche Ausgaben investiert werde, werde um das zehnfach höhere Kosten in der Zukunft ersparen.

 

Bericht von Annette Selter-Gehring

 

Weitere Bilder finden Sie hier

Den Bericht, in der Ausgabe vom 10.09.2021 des Schwarzwälder Boten, finden Sie hier

 

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