Die Grünen im Kreis Calw

Zukunftsprogramm

 

Grüß Gott liebe Mitglieder der Grünen in Calw und Freudenstadt

 

Förster sind für Vieles zu gebrauchen. Diesen Satz hört man ab und zu während des Forstwirtschaftsstudiums. Und da ist natürlich Wahrheit darin. Die Ausbildung ist sehr breit angelegt. Wer dann auch noch versteht, über 20 Jahre lang erfolgreich eine Firma zu führen, der kann auch Bundestag!In die Politik bin ich Seiteneinsteiger. Zu allererst komme ich aus dem Naturschutz. Von Jugend an war ich beim BUND aktiv. Meinen Zivildienst hatte ich im Naturschutz-Zentrum Pforzheim geleistet. Dabei hatte mich der Kampf gegen die Kühlwasserspeicher in Schwarzwaldtälern geprägt. In den 80er-Jahren sollten Talsperren errichtet werden, um für die Großkraftwerke am Neckar das Niedrigwasser im Sommer anzureichern. Bürgerinitiativen konnten diese Eingriffe in den Naturhaushalt damals verhindern.

Die Quintessenz aus der anschließenden forstlichen Ausbildung ist die Nachhaltigkeit. Als Schlagwort heute im Sprachschatz aller Politiker und Unternehmer verwendet, bleibt festzuhalten: Die Ahnen unserer modernen Forstwirtschaft haben die Nachhaltigkeit vor 300 Jahren erfunden! Dieser Handlungsgrundsatz prägt mein privates und gewerbliches Tun.

Vom Naturschutz kam ich zwangsläufig zu den Erneuerbaren Energien. Vor 15 Jahren errichtete ich meine erste Photovoltaik-Anlage. In der Folgezeit kam jedes Jahr eine neue, größere dazu. Nach der Idee eines „solaren Brüters“ betreibe ich heute über 500KWp. Daneben habe ich 10 Jahre lang ehrenamtlich PV-Beratung gemacht und initiierte mehrere Gemeinschaftsanlagen. In einer Bürger-Energie-Genossenschaft diene ich heute noch als Aufsichtsrat.

Die kraftvolle Fortsetzung der Energiewende ist eines meiner vordringlichen Ziele. Nirgendwo finden qualitatives Wirtschaftswachstum und Ökologie so gut zusammen. In meinem Umfeld habe ich immer wieder mit Leuten vom rechten Rand zu tun. Einige davon bekennen sich offen dazu, nicht auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen. Hier finde ich immer sehr deutliche Worte. Hass und Verleumdung dürfen nicht toleriert werden. Verschwörungstheorien und Staatsverdruss nehmen zu. Dabei liegt es auch an uns, das Positive an unserer Staatsform und an unseren Lebensumständen zu betonen. Wir dürfen nicht den Pessimisten das Wort reden. Ständige alarmistische Meldungen sind kontraproduktiv. Deutschland steht nicht am Rande eines Abgrundes!

Beim Thema Europa bin ich mir da nicht ganz so sicher. Ungeahnte Themen tun sich hier auf . Eine der sinnvollsten Ideen der letzten Zeit scheint mir ein kostenloses Interrail-Ticket für jeden Europäer zum Ende der Schulzeit zu sein. Die Vielfalt und Schönheit Europas selbst zu entdecken könnte eine echte Chance sein wieder echte Begeisterung für die EU zu wecken. Man kann es nicht oft genug sagen: Die EU hat uns 70 Jahre lang Frieden nach Jahrhunderten voller Kriege gebracht.. Wer dies in Frage stellt handelt grob fahrlässig. Da kümmert es doch nicht, falls es irgendwo eine Verordnung gibt, die keiner so richtig braucht. Wir Grüne haben den anderen Parteien lange vorgeworfen, programmatisch in der Vergangenheit steckengeblieben zu sein.. Aber auch wir müssen aufpassen, nicht den Anschluss an gesellschaftliche Veränderungen zu verpassen. Ich werde mich auch innerhalb unserer Partei immer mit unbequemen Positionen zu Wort zu melden. Dabei bin ich stets auch bereit konstruktive Kritik anzunehmen.

Meine Erfahrungen aus verschiedensten Lebenssituationen, sowie die Erkenntnis etwas verändern zu können, ermutigen mich, jetzt diesen Schritt zu machen. Ich habe Lust auf diesen Wahlkampf und ich habe Lust auf die Arbeit als Abgeordneter in Berlin.

 

Für mehr Grün im schwarzen Wald.