Initiative Permakultur

Auf dieser Seite berichten wir regelmässig über die Erkenntnisse und Arbeitsfortschritte der im Sommer gegründeten Permakulturinitiative, an deren Gründung der OV Bad Liebenzell massgeblichen Anteil hatte.

 

Arbeitskreis Permakultur in Maisenbach-Zainen

 

Inspiriert durch den Film „Tomorrow“ und dessen Werbung für die landwirtschaftliche Methode der Permakultur traf sich im Juli vergangenen Jahres die Initiative in Maisenbach-Zainen, um ein gemeinsames Gartenprojekt nach dem Prinzip der Permakultur zu planen und zu realisieren.

Die Gruppe besteht derzeit aus 16 Frauen und Männern aus allen Ortsteilen von Bad Liebenzell. Es ist eine offene Gruppe, in die auch Neuinteressierte gerne jederzeit miteinsteigen dürfen. Sie trifft sich unregelmäßig zur konkreten Gartenarbeit und zu Sitzungen, um sich planerisch mit ihrem Projekt zu befassen und auch um sich über das Thema Permakultur auszutauschen. Die Gruppe versteht sich als Lerngruppe, denn für alle ist das Thema mehr oder weniger ein komplettes Neuland. Der uterschiedliche Wissensstand wird zusammengetragen, Literatur ausgetauscht usw. Wie der Name des Arbeitskreises schon beinhaltet soll es ein auf Dauer, auf Pemanenz angelegtes Projekt sein, das alle Zeit hat, sich natürlich zu entwickeln, der Garten und auch die Menschen, die darin arbeiten und ernten.

 

Die bisher formulierten Ziele sind:

Anlage eines Permakultur-Gartens zur Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln. Erforschung und Erprobung des Anbauprinzips Permakultur.

Erschaffung eines Modellgartens als Anregung zum Nachmachen an anderen Orten.

Entwicklung einer sozialen Gruppe im Sinne einer Sorgestruktur im Hinblick auf die Natur, als auch auf die Gruppe selbst.

 

An der südlichen Ortsgrenze, zwischen Bebauung und Wald, bot sich eine ehemalige Schafweide als Grundstück für das Gartenprojekt an. Es wurde uns von Gudrun Rembold-Kast und Raymond Kast dafür zur Verfügung gestellt.

 

Bisher ist folgendes darauf getan worden:

Wir haben mit der oberen Etage angefangen. Das heißt, wir haben Bäume gepflanzt; Apfelbäume, Birnbäume, Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen. Alles alte Sorten aus einer Bio-Baumschule.

In einem zweiten Schritt haben wir eine Windschutzhecke an der Westgrenze des Gartens angelegt. Dafür hat die Gruppe verschiedene Gehölze im eigenen Garten ausgegraben und zusammengetragen.

Als nächster Schritt wird die Bepflanzung der mittleren und der unteren Ebene, also das Beerenobst und das Gemüse geplant und das dafür nötige Material bestellt. Viele Blumen sind als Bienen- und Insektenweide selbstverständlich auch vorgesehen.

Wir treffen uns also in der kommenden Woche, am 20.2.2020 bei Erich Grießhaber, um uns darüber auszutauschen, was wem am besten schmeckt und sobald das Wetter es zulässt, geht es rein in die Stiefel und raus in den Garten.  

 

In den nächsten Tagen werden wir einige Bilder von den bisherigen Arbeiten hochladen!

Treffen der Permakultur-Gruppe am 20.2.2020

12 Frauen und Männer der Permakultur-Gruppe trafen sich bei Erich und Barbara, um die nächsten Schritte für den Permakultur-Garten zu besprechen und zu planen.

 

Vorarbeiten sind zu leisten

 


Es wurde besprochen, dass vor jedem größeren Arbeitseinsatz ein Rundruf erfolgen wird, damit sich die  Gruppenmitglieder, die gerade verfügbar sind, dafür verabreden.

Zu allererst muss der Ackerboden vorbereitet werden. Clavigo wird dafür in den kommenden zwei Wochen eine große Ackerfräse im Baumarkt leihen und damit die Grasnabe aufbrechen und zerkleinern. Auf die Anlage von Gartenwegen aus Rindenmulch soll vorerst verzichtet werden.

Zum Anderen muß jetzt das Saatgut bestellt werden und damit die inhaltliche Gestaltung des Gartens geplant werden kann.

Die Frage ist: Wer will was schließlich ernten?

 

Beerenobst  soll reichlich gepflanzt werden! 

 

Schwarze und rote Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Kornelkirschen, Aronia, roter Holunder, Walderdbeeren, Rhabarber, teils aus Stecklingen selber gezogen, teils sollen fertige Pflanzen in einer regionalen Baumschule gekauft werden. 

Im Weiteren: Sehr viele unterschiedliche Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Kürbisse, Zucchini und Landgurken, diverse Kohlsorten, Mangold, Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch und Möhren.Ein Versuch mit Grünem Spargel soll unternommen werden, als ein mehrjähriges Projekt.

Da in permatypischer Weise alles mehr oder weniger durchmischt angepfanzt werden soll, braucht es Know How, welche Pflanzen  sich gut vertragen und sich unterstützen. 

Wildblumen in Inseln zwischen den Obstbäumen und ein Brennnesselbeet sollen den Bienen und Insekten angeboten werden.

 

Zuständigkeiten für bestimmte Bereiche wurden besprochen.

 

Es wird eine große Bestellung bei einem Bio-Saatgut Anbieter zusammengestellt. 

Nachbarn sollen miteinbezogen werden, indem ihr Grasschnitt für den Mulcheinsatz übernommen wird. Mittelfristig wird man einen Schuppen, Schäferkarren, oder Unterstand für Gartengeräte brauchen, aber eines nach dem anderen.

Es sind sehr viele Einzelthemen am Beginn des Projekts und nach zwei Stunden rauchen die Köpfe. 

Zusammen macht man sich schließlich auf den Weg in den zukünftigen Garten, um noch einmal vor Ort eine gemeinsame Vorstellung darüber zu entwickeln, wie der Garten, wenn er einmal bepflanzt sein wird, aussehen soll. Die Stimmung ist gelöst und man spürt die Begeisterung für das Vorhaben, aber auch einen gewissen Respekt vor der großen Arbeit, die da auf alle Beteiligten zukommen wird.

Bilder von den Aktivitäten