Die Grünen im Kreis Calw

Über uns

Volle Kanne Heimat
Volle Kanne Heimat

Volle Kanne Heimat heißt für uns, dass wir uns vor Ort engagieren: Global denken, lokal handeln ist unser Motto. In den Ortsverbänden, im Kreisverband und im Kreistag engagieren und vernetzen wir uns für mehr Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Im Kreis Calw gibt es sechs grüne Ortsverbände: Calw, Nagold, Wildberg, Bad Liebenzell und AGOS (Althengstett, Gechingen, Ostelsheim, Simmozheim).

Worum geht's

 

Grüne Politik gibt dem ländlichen Raum neue Perspektiven. Die konsequente und umweltfreundliche Förderung der erneuerbaren Energien und der nachwachsenden Rohstoffe erschließt neue Wertschöpfungspotenziale für die ländliche Wirtschaft. Grüne Naturschutzpolitik sichert das Nationale Naturerbe, trägt durch nachhaltige Nutzungskonzepte zum Erhalt der Biodiversität bei und macht den ländlichen Raum als Erholungs- und Lebensraum attraktiv. Unsere Agrarwende verschafft der Landwirtschaft durch gentechnikfreie, ökologische und qualitativ hochwertige Produktion neue Marktanteile und zusätzliche Arbeitsplätze. Aber auch unsere Ideen in Verkehrs-, Bildungs-, Wirtschafts und Infrastrukturpolitik setzen positive Impulse für die ländlichen Regionen.

Dafür setzen wir uns ein:

Unser Ziel ist eine integrierte ländliche Entwicklung, die gleichwertige Lebensverhältnisse und eine gute ökonomische, soziale und kulturelle Teilhabe auf dem Land genauso ermöglicht wie in der Stadt.

 

 

Integrierte ländliche EntwicklungRegionale Wirtschafts-
kreisläufe stärken
Ökologische Landwirtschaft fördern
Das heißt weg von der Förderung mit der Gießkanne hin zu einer Förderung, die die Potentiale vor Ort erkennt, regionale Akteure vernetzt und daraus neue Ideen und Ansätze für die jeweilige Region entwickelt. Die Vergabe von Fördergeldern wollen wir an die Entwicklung regionaler, integrierter Entwicklungspläne binden. Damit wird gewährleistet, dass die Förderung in eine Vision fließt und dass nicht sich gegenseitig behindernde Projekte finanziert werden. Gemäß dem Bottom-up-Prinzip wollen wir mehr finanzielle und administrative Verantwortung auf die regionale Akteursebene verlagern.Kleine und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat der ländlichen Wirtschaftsentwicklung. Diese wollen wir stärker fördern, z.B. durch ein beschäftigungsfreundliches Steuerrecht mit einer steuerfreien Gewinnrücklage zur Sicherung von Beschäftigung oder durch einen besseren Zugang zu Mikrokrediten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).Das “Fit machen für den Weltmarkt” und die weitere Intensivierung der Landwirtschaft ist nicht nur für Klima, Umwelt, Natur und Tierschutz eine Sackgasse, sondern auch für die bäuerlichen Betriebe. Denn dem Preisdruck auf den globalen Märkten werden die wenigsten die Stirn bieten können. Wir setzen uns dafür ein, dass weiterhin vor allem Landwirte sowie kleine und mittlere Unternehmen mit regionaler Verankerung von den Erneuerbaren Energien profitieren. Darum fordern wir z.B. die Aufhebung der Besteuerung für regional erzeugte, reine Biotreibstoffe.

 

 

Wussten Sie, dass...

  • Im Bereich der erneuerbaren Energien sind heute 280.000 Menschen beschäftigt, die meisten von ihnen in mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum.

  • Auch den Kommunen kommen die erneuerbaren Energien über die Gewerbesteuereinnahmen zu Gute. Eine Untersuchung des Bundesverbandes Windenergie e.V. hat ergeben, dass während der rund 20-jährige Laufzeit einer Windenergie-Anlage durchschnittlich über 100.000 Euro Gewerbesteuer je MW installierte Leistung an die Standortgemeinden abgeführt werden.

  • Ökologisch wirtschaftende Agrarbetriebe beschäftigen im Durchschnitt 30 Prozent mehr Arbeitskräfte als konventionelle Betriebe. Das bestätigt auch der Agrarpolitische Bericht 2007 der Bundesregierung.

  • Die verfehlte Förderpolitik von schwarz-rot hat allerdings dazu geführt, dass viel zu wenig heimische Betriebe am Bio-Boom partizipieren konnten. Während die Nachfrage nach Bio-Produkten seit Jahren zweistellig wächst, dümpeln die Umstellungszahlen bei um die fünf Prozent.

  • “Regionen aktiv” wurde von Renate Künast 2001 als Modell- und Demonstrationsvorhaben für die integrierte ländliche Entwicklung ins Leben gerufen und wurde zum großen Erfolg: In den 18 Regionen des Modellvorhabens wurden 763 neue Vollzeitarbeitsplätze geschaffen und 701 Beschäftigungsverhältnisse erhalten. Außerdem wurden 57 Millionen Euro an Folgeinvestitionen von privater Seite ausgelöst.

  • Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eine Studie zum demografischen Wandel erarbeitet. Darin bestätigt es auf breiter Linie grüne Politikansätze. Es wird eine Abkehr von der Gießkannenförderung und eine Unterstützung neuer, dezentrale Strategien angemahnt, mit denen sich selbst tragende regionale Wirtschaftskreisläufe aufgebaut werden können. Verwiesen wird auch auf die Förderung von energieautarken Kommunen und eine deutliche Ausweitung des Ökolandbaus.

  • Bundeskanzlerin Merkel hat 2005 bei den Verhandlungen über die EU-Finanzperiode 2007 bis 2013 für einen Kompromiss gesorgt, der zu einer deutlichen Kürzung des Finanzbudgets für die Förderung der ländlichen Räume (2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik) geführt hat. Deutschland gehen pro Jahr 300 Millionen Euro verloren.

  • Auch bei der Überarbeitung der europäischen Agrarpolitik in 2008 haben CDU/CSU alles daran gesetzt, um eine stärkere Umverteilung der Finanzmittel von den Agrarbeihilfen in die Förderung der ländlichen Räume zu verhindern.